Sonntag, 15. Juli 2012




"It is hard to imagine a civilization without onions; in one form or another their flavour blends into almost everything in the meal except the dessert."
Julia Child "Mastering the Art of French Cooking

Marinated Onions

1 lb small onions or shallots
fresh thyme
4 tablespoons olive oil
100 ml dry white wine or vegetable stock
100 ml water
1 tablespoon vinegar
1 dried chilli pepper
2 laurel leaves
salt and freshly ground pepper

Peel onions. Heat the olive oil in a heavy bottomed saucepan. Sautee onions for about 10 minutes until browned all around. Take care not to burn them, so they won't turn bitter; lower the heat when necessary. Deglaze the pan with wine or stock, additional water and vinegar. Add chilli, thyme and laurel leaves, salt and pepper. Simmer for about 10 minutes until tender. When desired doneness is reached, transfer to a clean mason jar. Let stand on the counter at room temperature for at least 8 hours, so that the onions can marinate thoroughly. 

This recipe has been patiently waiting in my big green binder for almost ten years. Yesterday, right before I went grocery shopping, I looked up the recipe for marinated zucchinis, and spontaneously decided to try the onions instead. Why have I waited for so long? This is so delicious! 
I forgot to buy fresh thyme - the onions are very tasty without it. The recipe calls for white wine vinegar, I used apple cider vinegar. Instead of simmering the onions for 10 minutes I cooked them for 20 minutes and would recommend to cook them even longer until they achieve that silky softness while still holding their shape. Your kitchen will smell heavenly while the onions are simmering. They won't stink up the house. They taste sweetish and tangy, with only a slight onion-y sharpness, that will probably disappear completely after cooking them for a longer time.

 


Sonntag, 6. März 2011

Ich habe mir (schon wieder!) ein neues Kochbuch gekauft, jedoch eines, das ich nicht nur lese, sondern aus dem ich tatsächlich schon mehr als einmal etwas nachgekocht habe: "The Pleasure of Cooking for One" von Judith Jones.
Nachdem ich letztes Jahr "Julie & Julia" angesehen habe, konnte ich natürlich nicht widerstehen und habe mir "Mastering the Art of French Cooking" und "My Life in France" bei Amazon.de bestellt. So richtig zum Nachkochen hat es mich dann doch nicht angeregt. Die Rezepte sind einfach zu kompliziert, zu zeitaufwendig und für viel zu viele Personen berechnet. Seitdem ich mich jeweils eine Woche lang aus einen Riesentopf Coq au Vin (Hähnchen in der Trendfarbe lila!) und Boeuf Bourguignon verköstigen mußte,  steht das Kochbuch ungeöffnet im Regal. Was hat das alles nun mit "The Pleasure of Cooking for One" zu tun? Judith Jones war Julia Childs Lektorin bei Alfred A. Knopf Inc. "The Pleasure..." ist ganz im Geist von "Mastering..." geschrieben. Die Rezepte sind jedoch sehr viel alltagstauglicher und tatsächlich nur für eine Person berechnet. Zu fast jedem Gericht gibt es Anregungen und Ideen, wie man aus den Resten eine weitere Mahlzeit bereiten kann, so daß man sich nicht tagelang die aufgewärmten Überbleibsel servieren muß. 
Ich würde mich ja gerne nach dem Vorbild von "Julie & Julia" durch das ganze Buch hindurchkochen, das ist aber durch meine freiwilligen Einschränkungen (nichts Glutenhaltiges, Milchprodukte außer Butter nur ab und zu, Low Carb) nicht ganz so einfach. Viele Gerichte lassen sich jedoch anpassen. So habe ich die Kartöffelchen im "Blanquette de Veau", das ich mir heute geleistet habe, gar nicht vermißt. Ich werde diesen leckeren Edel-Eintopf ganz sicher noch einmal zubereiten. Beim nächsten Mal werde ich das Kalbfleisch etwas stärker bräunen lassen und selbstgemachten Fond verwenden. Ich habe heute geschummelt und ein Fertig-Bouillon-Produkt verwendet, dessen Einheitsgeschmack einfach zu dominierend ist.

Freitag, 19. November 2010

Rote Beete, indisch

Ich weiß, ich weiß: Ich bin ein Freak. Nicht nur, daß ich Rosenkohl schon als Kind gern gegessen habe, ich mag auch Rote Beete. Meine Mutter und die Oma servierten die farbintensiven Knollen nur als Salat, also in der Schale gar gekocht, geschält, in dünne Scheiben geschnitten und mit Essig und Öl angemacht. Ich habe das halt gegessen (weil man halt isst, was auf den Teller kommt, nicht wahr?), aber den eigentlichen Wohlgeschmack der Roten Beete habe ich erst spät zu schätzen gelernt. Einen (schon lang zurückliegenden) Winter lang war mein Lieblings-Samstagabend-Gericht ein paar in der Schale gebackene Kartoffeln, Schafskäse und eingelegte Oliven, dazu eine kleine Rote Rübe, die zusammen mit den Kartoffeln gebacken wurde. Bald darauf entdeckte ich, wie gut die Randen roh als Salat mit etwas Kümmel und Vinaigrette schmeckten. Heute kamen sie als kurz gegartes Gemüse auf den Tisch. Indisch deshalb, weil die Idee zu diesem Rezept aus einem Buch über Ayurveda stammt und weil mehrere Gewürze dazu verwendet werden. Es geht so:
Die Roten Beeten in feine Streifen oder Stifte schneiden (oder auf der Rohkostreibe raffeln). In einer Pfanne Butterschmalz (Ghee) heiß werden lassen. Piment, Nelken, Koriander und Ingwerpulver zufügen, ein wenig anrösten. Dann die Rüben beifügen und kurz sautieren. Je feiner die Rüben geschnitten oder geraffelt sind, um so schneller sind sie gar. Im Buch wurden sie nun mit Salz, Pfeffer und ein paar Tropfen Zitronensaft abgeschmeckt und mit Sahne (oder Saure Sahne oder Joghurt, ganz nach Gusto) abgelöscht. Statt der Sahne gebe ich ein schönes Stückchen Butter dazu.
Die Gewürze passen sehr gut zur Roten Beete und ergänzen deren erdig-süßen Geschmack aufs schmackhafteste. Und schnell geht's auch. Man braucht sich übrigens nicht vor verfärbten Händen fürchten: Der Saft der rohen Rüben läßt sich leicht wieder abwaschen.

Samstag, 13. November 2010

Pasta mit Lachs

Pasta mit Lachs ist eines meiner Lieblingsgerichte. Es ist nun schon einige Jahre her, daß ich in einer der unzähligen Kochsendungen im Fernsehen darauf gestoßen bin - oder vielmehr, darin hineingezappt habe. Die Zubereitung ist denkbar einfach: Pasta kochen (Spaghetti oder Linguini). Währenddessen in einer Pfanne in etwas Olivenöl eine gewürfelte Zwiebel und eine Knoblauchzehe anschwitzen. Einige halbierte Cherrytomaten zufügen und ganz nach Geschmack länger oder kürzer garen. Wenn die Nudeln gar sind, abgießen und abtropfen lassen, dann zum Gemüse in die Pfanne geben. Erst jetzt wird der in kleine Würfel geschnittene Lachs zugegeben. Er sollte nur kurz mit den Nudeln und dem Gemüse in der Pfanne geschwenkt werden, bis er eben gar ist. Mit Salz und Pfeffer würzen, mit feingehackter Petersilie bestreuen, fertig.
Ich habe mir dieses Gericht ziemlich lange versagt. Als ich nun vor kurzem in einem Online-Shop "Dreamfields"-Pasta entdeckt und gleich bestellt habe, war diese Speise die erste, die ich damit zubereiten wollte. Ich habe heute statt Lachs ein rotfleischiges Forellenfilet verwendet, weil das gerade im Angebot war. Das Pastagericht hat mir noch genauso gut geschmeckt, wie ich es in Erinnerung hatte. Ganz wohl war mir dabei allerdings nicht: Die Nudeln sind natürlich aus Weizen gemacht. Aufgrund eines speziellen Verfahrens soll der glykämische Index der "Dreamfields"-Pasta jedoch weit niedriger sein als der normaler und auch glutenfreier Nudeln. Leider ist mein Blutzucker genauso in die Höhe geschossen wie nach dem Verzehr "gewöhnlicher" Spaghetti. Ich werde wohl in Zukunft bei den Soja-Nudeln bleiben. Mal sehn, wie mein Blutzucker reagiert, wenn ich die Soja-Nudeln mit den "Dreamfields"-Nudeln mische. Das dürfte auf alle Fälle besser schmecken als Soja allein.

Freitag, 12. November 2010

Steamed and Crisped Duck Legs

One of the reasons why I gave up Food-Blogging pretty quickly was and is that I only occasionally (i. e. by chance) take a decent picture of the food/dish/cake. At least I should invest in a tripod if I want the dishes to be recognizable. Well, the foto to the left shows a duck leg and some brussel sprouts. I prepared the duck legs according to a recipe in Paula Wolfert's "The Slow Mediterranean Kitchen". The method is easy: The duck legs are nestled into a bed of herbs (celery tops, rosemary, parsley, thyme, garlic) in a steamer basket set over boiling water and steamed for 1,5 to 2 hours, depending on their size. When they are done, they are removed to a heat proof dish, brushed with a mixture of red wine, sapa, salt, pepper, and balsamic vinegar or lemon juice and broiled in the hot oven until the skin is golden brown and crispy. As you can imagine, sapa or saba is almost impossible to obtain. I used "pekmez" instead and added a little more balsamico and lemon juice to counterbalance its sweetness. Pekmez is a turkish grape jelly. Almost every shop around here carries it in the ethnic foods section. The duck legs turned out exceptionally well. The meat was very tender and flavourful, while the skin was nicely crisped. I will definitely make this dish again.

Dienstag, 9. November 2010

Double Cooked Red Chicken Marrakech-Style

Das Rezept, nach dem ich die beiden Hühnerkeulchen zubereitet habe, stammt aus "The Slow Mediterranean Kitchen" von Paula Wolfert. Ich habe dieses Kochbuch schon einige Jahre, habe aber nur wenige Gerichte daraus nachgekocht, weil sie (wie der Titel schon besagt) meistens ziemlich zeitaufwendig sind und einige Rezepte teure Zutaten erfordern, an die ich hier, in meinem badisch-schwäbischen Städtchen, nur schwer herankommen kann. Dieses Double Cooked Chicken ist jedoch noch im Rahmen meiner Möglichkeiten, was die Zutaten und das Kochgeschick betrifft. Das Rezept lautet über ein ganzes Hähnchen. Ich habe die Mengen für die beiden Hühnerkeulen nach Augenmaß reduziert. Es ist eigentlich ganz einfach: Mehrere Knoblauchzehen schälen und mit frischem Korianderkraut, Salz und etwas Safran im Mörser zu einer Paste zerreiben, etwas geschmolzene Butter untermischen. Damit werden die Hähnchenschenkel bzw. das ganze Hähnchen eingerieben und für eine Stunde bei Raumtemperatur mariniert. Anschließend werden die Keulen mit viel Paprika, Pfeffer, Cumin, Ingwer und Cayenne-Pfeffer bestreut und bei mittlerer Hitze etwa fünf Minuten lang angebraten, bis das Fleisch fester wird und eine schöne goldene Farbe angenommen hat. Eine kleine Zwiebel reiben, mit etwas Wasser (ich nahm Hühnerbrühe) vermischen und zum Hähnchenfleisch in den Topf gießen. Man läßt das ganze dann für etwa eine Stunde schmoren. Dann den Backofengrill vorheizen. Etwa zwei Eßlöffel Hühner- oder Gänseschmalz (hatte ich nicht, also habe ich noch einmal etwas Butter genommen) mit sehr viel edelsüßem Paprika, Cumin und etwas Salz vermischen. Laut Rezept hätte noch Cayenne-Pfeffer dazugehört, aber ich mag es nicht ganz so scharf. Das nächste Mal werde ich den schärferen Rosenpaprika oder den geräucherten spanischen Pimenton verwenden. Nachdem man also das Hähnchen rundherum mit den Gewürzen bepinselt hat, wird es für etwa 10 Minuten unter den Grill geschoben, bis die Haut schön knusprig ist. Durch das lange Schmurgeln in der gewürzten Brühe wird das Fleisch butterzart und saftig, allerding bleibt die Haut ziemlich schlapprig. Sie wird jedoch durch das abschließende Grillen schön kroß. Safran ist eines meiner Lieblingsgewürze. Allein der Duft, der schon beim Anbraten aufsteigt, macht dieses Gericht des Nachkochens wert. Die Brühe, in der das Hähnchen bzw. die Hähnchenkeulen geschmort worden sind, wird zu einer Sauce reduziert, während das Hähnchen gegrillt wird. Sie ist mir etwas zu salzig geraten, war aber noch eßbar.

Mittwoch, 23. September 2009

Aprikosenkuchen



Zwei Jahre lang habe ich nun dieses Blog brach liegen lassen. Nach einigen misslungenen Versuchen, glutenfrei zu backen und der allmählich wachsenden Überzeugung, daß mein Körper mit"Körnerfutter" gleich in welcher Form nur sehr, sehr schwer zurechtkommt, habe ich mit Wehmut und einem tiefen Seufzer den Versuch, das Backen zu erlernen, aufgegeben. Was mich nun gestern veranlasst hat, für meine TeamkollegInnen einen Kuchen zu backen, kann ich nicht einmal genau sagen. Irgendwie ist das eine komplizierte Geschichte, die mit einer Anlieferung von 1000 Königskuchenformen begann, von denen zwei bei der Warenannahme aussortiert wurden und als defekt, sprich verbogen, auf meinem Schreibtisch landeten. Bevor ich nun den vorgeschriebenen Dienstweg mit den zwei Backformen beschreiten konnten, blätterten wir noch durch das beiliegende Rezeptheft. Ach, wenn wir doch jetzt nur Kuchen hätten! Zumal es gerade die passende nachmittägliche Kaffeezeit gewesen wäre... Irgendwie endete es damit, daß ich verkündete: Ich backe heute Abend einen Kuchen. Nun, "Wer will guten Kuchen backen, der muß haben sieben Sachen": Auf dem Nachhauseweg kaufte ich also Weizenmehl, feinen Zucker, Butter, Sahne und zwei Dosen mit Aprikosen ein. Die anderen Zutaten (Eier, Backpulver, Vanille-Essenz und eine Prise Salz) ließen sich in meiner Küche finden. Der Aprikosenkuchen war schnell und einfach zusammenzurühren - schnell und einfach sind für unbegabte Bäckerinnen wie mich immer empfehlenswert! Ich selbst habe ja den Kuchen dann für zu feucht, ja geradezu matschig befunden. Er ist jedoch allseits sehr gelobt worden. Ich habe mich eisern zurückgehalten, auch nur das kleinste Stückchen zu versuchen (Es könnte allerdings sein, daß ich am Schluss ein wenig rohen Teig vom Teigschaber geschleckt habe, wirklich nur mit der Zungenspitze!) und belohnte mich dafür mit meiner Lieblingsschokolade.

Samstag, 29. Dezember 2007

It's over, finally!

The Christmas Madness is over, finally - until next year. Working with an eCommerce fulfillment service company for 17 years has weaned me of any romantic notions concerning Christmas. I've learned to hate December. While others decorate their homes and bake (seemingly) boatloads of delicious cookies, we fight a battle, that turns into a veritable war as December progresses, to fulfill the orders and mail them in time to be delivered before Christmas. But now we can relax a bit, the annual stocktaking accomplished (actually, it is still in progress as I write this post, but I didn't have to work today), and January before us, a month with habitual slow business. It's a four day weekend, and I am planning to do absolutely nothing. Well, the laundry has to be done and the apartment needs a bit of cleaning, but other than that - nothing. Outside it is a very cold, but sunny winter day. Later in the day, I will bundle myself up in several layers of clothing and go for a long, long walk. I have two new books to read, raspberry-red yarn and an interesting pattern for a new pair of socks, my favourite blend of tea, expensive Cuban coffee, an assortment of fruits including a pomegranate, the ingredients for (gluten-free) biscotti and madeleines - all considered, I think, I will have a very nice time off!

Samstag, 10. November 2007

10 Gluten-Free Days

I have spent the last 10 days glued to the chair in front of the computer. I have spent hours reading about gluten-free diets, gluten-free blogs, and celiac disease. The more I read, the less convinced I am about that gluten-free thing with regard to my health issues. Some of the symptoms of celiac disease fit, some not. For instance, I gained weight, did not loose it. I have never experienced violent reactions to ingesting gluten-containig foods. But then again - it's nice to wake up in the morning, actually being awake. It's nice to get up without puffy eyes, without a headache that will not lift until the evening, without stiff and creaking joints. I am indeed feeling better, my stomach is flatter, not distended any more. Gone is the constant tiredness. I have much more energy. My mood has improved considerably - I am even able to smile and be friendly in the morning. And those annoying cravings are gone. Pst, don't wake them! I know for sure, they are hiding just round the corner, waiting for the one moment, when I am distracted, to pounce on to me again. I don't know what to make of all this. If I had been on an unbalanced diet of fast food and sweets, I would have credited this change to my new healthier eating habits. But no, I have had my veggies daily. I am not a vegetarian, so I was not lacking in protein or vitamins B6 and B12. I have binged quite often on cake, icecream and chocolate. That has taken its toll, no doubt about that. But apart from that, my eating habits were/are not that bad. So I will continue to avoid gluten for the full four weeks, as recommended. Then we'll see how to continue.

Sonntag, 4. November 2007

1 + 1 = 3?

Beim Einkaufen am Samstag habe ich im Reformhaus die kostenlose Kunden-Zeitschrift "Reformhaus Kurier" mitgenommen. Ich bin darin auf einen Artikel von Dr. Jörg Zittlau gestoßen, von dem ich nicht weiß, ob ich ihn lachhaft oder ärgerlich finden soll: "Die Klima-Diät". Es geht darin um die Auswirkungen der modernen Nahrungsmittelproduktion auf das Klima. Zitat: "Die Hälfte der ernährungsbedingten Treibhausgase stammen aus der Landwirtschaft und davon über 80 % aus der Produktion tierischer Nahrungsmittel. Allein diese Zahlen belegen, wie weit die Umwelt durch Fleischverzicht entlastet werden könnte. Die Vegetarier seien daher, betont Karl von Koerber, als "Umweltschützer der ersten Riege" einzuschätzen." Der Autor kommt zu dem Schluß, daß die Erzeugung von Fleisch mehr Resourcen verbraucht und mehr CO2 in die Atmosphäre abgibt als die Erzeugung von Getreide. Folglich sollten die Menschen auf eine ovo-lakto-vegetabile Diät umsteigen. Das sei besser für die Gesundheit der Menschen und das Weltklima.

Woher stammt die andere Hälfte der "ernährungsbedingten Treibhausgase"? Was sind überhaupt "ernährungsbedingte Gase"? (grins! wo die wohl herkommen... und setzt man bei den vielen vegetarischen Böhnchen, die man essen sollte, nicht noch viel mehr Gase frei?)

Vor allem frage ich mich, ob der Autor bedacht hat, wo denn die "ovo-" und "lakto-"Bestandteile der vegetarischen Diät herkommen. Natürlich aus der Viehzucht. "Aus energetischer Sicht ist die Umwandlung pflanzlicher Kost - die der Mensch direkt verzehren könnte - in tierische Produkte eine riesige Ressourcenverschwendung." Leute, eßt mehr Heu und Silage!
Wäre es für die Energiebilanz dann nicht besser, sich völlig vegan zu ernähren? Was soll mit den ganzen Hühnern, Kühen, Schafen, Ziegen, usw. geschehen, wenn ihre Zeit des Eierlegens bzw. der Milchproduktion vorüber ist? Man darf sie ja nicht mehr aufessen, also dürfte da ein gewisses Entsorgungsproblem entstehen.

Am Ende des Artikels heißt es u. a., man könne seine persönliche CO2-Bilanz verbessern, wenn man z. b. verstärkt regionale und saisonale Produkte in der Küche verwenden würde. Ein paar Seiten weiter vorn in dem Heftle finden sich die vom Reformhaus empfohlenen (natürlich vegetarischen) Rezepte: Wie saisonal und regional sind im November Zitronengras, Staudensellerie, rote Linsen, Beluga-Linsen, frische Chilischoten, Kokosmilch, Kokoschips, Zedernnusskerne, Limetten, Korianderblättchen, Zucchini? Ich denke, da erübrigt sich jeder Kommentar. In diesem Artikel wird versucht, das Dogma von der gesünderen, ethischeren, irgendwie besseren vegetarische Ernährung mit Zusammenhängen zu untermauern, die nur auf den ersten Blick logisch sind. Die Alternative zur Massentierhaltung ist nicht der tierfreie Bauernhof. Ich bin ja auch nicht gerade glücklich über die Methoden, mit denen unsere Lebensmittel produziert werden. Für mich ist die logische Konsequenz aus dem Zusammenhang von Nahrungsmittelproduktion und Weltklima die Stärkung der nachhaltigen, umwelt- und resourcenschonenden Landwirtschaft ohne Massentierhaltung, wo möglich mit direkter Vermarktung. Und was die Gemüseproduktion in Treibhäusern betrifft: Ich esse zwar im Winter keine Tomaten, möchte allerdings in dieser Jahreszeit nicht nur auf das heimische Angebot beschränkt sein.

1 + 1 = 3?

Beim Einkaufen am Samstag habe ich im Reformhaus die kostenlose Kunden-Zeitschrift "Reformhaus-Kurier" mitgenommen. Ich bin darin auf einen Artikel gestoßen, von dem ich nicht weiß, ob ich ihn lachhaft oder ärgerlich finden soll: "Die Klima-Diät". Es geht darin um die Auswirkungen der modernen Nahrungsmittelproduktion auf das Klima. Zitat: "Die Hälfte der ernährungsbedingten Treibhausgase stammen aus der Landwirtschaft und davon über 80 % aus der Produktion tierischer Nahrungsmittel. Allein diese Zahlen belegen, wie weit die Umwelt durch Fleischverzicht entlastet werden könnte. Die Vegetarier seien daher, betont Karl von Koerber, als "Umweltschützer der ersten Riege" einzuschätzen." Der Autor kommt zu dem Schluß, daß die Erzeugung von Fleisch mehr Ressourcen verbraucht und mehr CO2 in die Atmosphäre abgibt als die Erzeugung von Getreide. Folglich sollten die Menschen auf eine ovo-lakto-vegetabile Diät umsteigen. Das sei besser für die Gesundheit der Menschen und das Weltklima.

Woher stammt dann die andere Hälfte der "ernährungsbedingten Treibhausgase"? Was sind überhaupt "ernährungsbedingte Gase"? (grins! wo die herkommen, weiß eigentlich jedes Kind...)

Vor allem frage ich mich, ob der Autor bedacht hat, wo denn die "ovo-" und "lakto-"Bestandteile der vegetarischen Diät herkommen. Natürlich aus der Viehzucht. "Aus energetischer Sicht ist die Umwandlung pflanzlicher Kost - die der Mensch direkt verzehren könnte - in tierische Produkte eine riesige Ressourcenverschwendung." Leute, eßt mehr Heu... Was soll mit den ganzen Hühnern, Kühen, Schafen, Ziegen, usw. geschehen, wenn ihre Zeit des Eierlegens bzw. der Milchproduktion vorüber ist? Da man ja kein Fleisch mehr ißt, werden sie dann jeweils feierlich auf riesigen Tierfriedhöfen bestattet? Oder in Tierkrematorien verbrannt? Wieviel CO2 wird dabei wohl freigesetzt?

Am Ende des Artikels heißt es u. a., man könne seine persönliche CO2-Bilanz verbessern, wenn man z. b. verstärkt regionale und saisonale Produkte in der Küche verwenden würde. Ein paar Seiten weiter vorn in dem Heftle finden sich die vom Reformhaus empfohlenen (natürlich vegetarischen) Rezepte: Wie saisonal und regional sind Zitronengras, Staudensellerie, rote Linsen, Beluga-Linsen, frische Chilischoten, Kokosmilch, Kokoschips, Zedernnusskerne, Limetten, Korianderblättchen, Zucchini? Ich denke, da erübrigt sich jeder Kommentar.

Oh, übrigens, der Autor von "Die Klima-Diät" ist Dr. Jörg Zittlau, falls ich das aus urheberrechtlichen Gründen angeben sollte.







Donnerstag, 1. November 2007

Food Intolerance???

I have all but given up blogging in Oktober. One of the reasons is quite simple: I have gained a lot of weight, and I am not happy about it. So I took a break from baking. At least I got to shop for new clothes - can't complain about that! I only wish, it weren't clothes in bigger sizes...
And I have some health related issues going on for quite a long time: feeling fatigued, lethargic and depressed nearly all the time, not getting restful sleep, stomach troubles for days on end, dry and itchy skin, various aches and pains - that list could go on and on. Finally, I went to the GP for a check-up. My lab tests came back "normal", my iron status a bit low, but that was to be expected as I had donated blood only recently. Turns out that I am not ill , but why am I feeling lousy? Amazingly, the GP took time for counselling me on a healthier lifestyle with an emphasis on stress-reduction. Amazingly again, he didn't just prescribe anti-depressants. He suggested to start looking for food intolerances, eliminating the most likely allergy-triggers from my diet, starting with wheat and other gluten containing foods. I have been restricting my intake of dairy products for some years as I have noticed frequently, that they don't agree with me all that well. My long list of symptons could be related to wheat or gluten intolerance. They should clear up in the weeks to come if gluten is really the culprit. Well, of course I want to get better. So, starting today, I will avoid gluten-containing foods for the next four weeks. Should I indeed feel better, I am in this for life.

Donnerstag, 4. Oktober 2007

Chocolate Babka



Yesterday started out gray and rainy. It was a holiday, the Day of the German Unity, so I did not need to go to work. But instead of enjoying la dolce far niente I grew restless and bored pretty quickly, feeling shut in by the rain. I decided to distract myself with baking. For a while now I have been wanting to try my hand at the „Chocolate Babka" from „Chocolate and Vanilla" by Gale Gand. An egg-rich, yeasted sweet bread, filled with chocolate and almond paste, rolled up, then twisted around itself and coiled in a snail shell shape in the baking pan - that sounded intriguing. A quick check showed that all ingredients were available. The recipe said „1 tube almond paste". I used marzipan instead, which I bought last Saturday with vague plans of turning the big „Belle de Boskoop" apples I found at the farmers’ market into stuffed baked apples. The recipe also called for only 1 ½ cups flour to be added to the sponge, but that is hardly enough. At this stage the dough was still liquid, much too liquid to be kneaded. So I added easily twice that amount of flour, not measuring, but adding bit by bit until the dough felt just right. I started to worry about the amount of yeast I had used for the sponge. Would it be enough? It was. The dough rose beautifully. I deflated it, rolled it into a more or less rectangular shape and plopped the filling in the middle. Of course it was very difficult to spread evenly. I should have made several little mounds. It would have been far easier to cover all of the surface. Then I rolled and twisted and coiled to my best ability. The outcome looked promising...

After the final resting period I brushed the top of the cake liberally with eggwash (a little cream and an egg yolk mixed together). This step is not mentioned in the recipe, but I wanted the babka to develop a nice, shiny crust. The babka is then baked for about 45 minutes. It smelled heavenly. I could hardly wait for it cool. By the evening the babka had completely vanished (having two teenaged nephews coming over for visiting aka raiding the sweets and dessert supplies tends to do that to cakes!). I never had a babka, chocolate or otherwise, before. So I don’t know if my cake is anything near authentic. But if truth be told I don’t care all that much... It was delicious the way it was!

Sonntag, 23. September 2007

A Fig Cake for Fall

The very first time I sampled a fresh fig was during a vacation in Croatia, 27 years ago. I have loved them ever since. I remember that I bought myself some figs from my pocket money whenever we went to the market. That was the last vacation I spent camping with my parents. I cannot remember exactly when the first fresh figs turned up here in Germany, but it was not so long ago. Now you can buy them nearly everywhere. When August is ending they start to appear in the produce section of the supermarkets. Mostly they come from Turkey. I buy them as long as they are available (and reasonably priced) and eat them fresh. It never occurred to me to use them in cooking or baking, until I came across SHF #35 hosted by Cream Puffs in Venice. Should I dare to take part, being just an ordinary home baker with a simple camera and a newbie to blogging? But I was intrigued nonetheless, and here is my contribution:

A Fig Cake for Fall
from "Baking - From my home to yours" by Dorie Greenspan


3/4 cup ruby port
1 cup honey, divided
2 thin slices lemon
16 - 20 fresh figs, stemmed and halved
1 1/2 cups all-purpose flour
1/2 cup yellow cornmeal
2 teaspoons baking powder
1/4 teaspoon salt
1/4 cup sugar
grated zest of 1/2 lemon
1 1/2 sticks unsalted butter, at room temperature
3 large eggs, preferably at room tempereatur
1 teaspoon pure vanilla extract

For the figs and sauce:
Stir the port and 1/2 cup of honey together in a small saucepan. Toss in the lemon slices and bring to a boil over medium heat. Lower the heat, add the figs, cover the pan and cook for 4 to 6 minutes, until the figs are soft. Using a slotted spoon, transfer the figs to a bowl. Raise the heat and cook the poaching liquid until thickened. Set the sauce aside.

For the cake:
Preheat the oven to 350 degrees F. Butter a 9-inch springform pan and dust the insides with flour, tapping out the excess.
Whisk together the flour, cornmeal, baking powder and salt. Put the sugar and lemon zest in a bowl and rub them together with your fingertips until the sugar is moist and aromatic. Add the butter. Beat butter and sugar together until creamy. Add the eggs one by one, beating well after each addition. Pour in the remaining 1/2 cup honey, add the vanilla extract and beat for another 2 minutes. Reduce the mixer speed to low and add the dry ingredients, mixing only until they are incorporated. Pour the batter into the prepared pan. Jiggle the pan from side to side to spread the batter evenly, then scatter the poached figs over the top.
Bake for 55 to 60 minutes, or until a knife inserted into the center comes out clean. Transfer the cake to a rack and cool for 10 minutes. Run a blunt knife around the edges and remove the sides of the pan. Cool the cake to slightly warm or to room temperature before serving it with the sauce.

I had to make some adjustments due to the fact that quite a few of the figs I bought Saturday mysteriously vanished until Sunday... I halved the recipe, and used a 7-inch springform pan. I had no Ruby Port, so I used "Brosek", a sweet, red dessert wine from Croatia (don't even think of comparing it to port - it's red, it's sweet, it's wine, that much they have in common) my parents gave me as a present for looking after their house and garden while they were away on vacation. It is just coincidence that they went to Croatia this year again.
Fiddling with a recipe not always works out, at least for an inexperienced baker like me. How much is 1 1/2 eggs? I used two medium-sized eggs, and the batter was just right. The cake turned out nice and moist, but I do not know if I like the texture of the poached and baked figs. They are a bit grainy. And the cake lacks spice, but I am not sure, which. Cinnamon? I don't think so. Hmm, I have to go and sample another piece...

Dienstag, 18. September 2007

Tunesische Kichererbsensuppe - schnelle Version


Das Rezept für die tunesische Kichererbsensuppe habe ich aus "The Slow Mediterranean Kitchen" von Paula Wolfert. Sie gibt dort ausführliche Anweisungen für die richtige Zubereitung der Kichererbsen vom Einweichen mit einer Prise Hausnatron (baking soda) bis zum langsamen Köcheln in einem Sud mit Kalbsknochen und Gewürzen. Ich habe allerdings die ganz schnelle Version mit Kichererbsen aus der Dose und Rinderbrühe, die ich noch in der Tiefkühltruhe hatte, umgesetzt, da ich mich ziemlich spontan für diese leckere Suppe fürs Abendessen an diesem kühlen, regnerischen Abend entschieden habe. Die Zubereitung ist denkbar einfach: Die Kichererbsen in einem Durchschlag kurz abbrausen, in der Brühe erhitzen. Inzwischen in einem Suppenteller oder einer weiten Suppenschale etwas Brot (Menge ganz nach Appetit) zerpflücken, einige schwarze Oliven, Kapern und kleingeschnittenen gegrillten Paprika zufügen, mit etwas gemahlenen Kumin bestreuen, ein wenig Harissa nach Geschmack darüberträufeln und mit der heißen Suppe auffüllen. Gekrönt wird das ganze mit einem kernweichen, gekochten Ei, das mit etwas Salz bestreut wird.
In Tunesien wird diese Suppe eigentlich zum Frühstück gegessen, berichtet Paula Wolfert. Man verwendet dazu Brot, das vom Vortag übriggeblieben ist. Auch die anderen Zutaten sind in einem nordafrikanischen Haushalt immer vorrätig. Durch das Harissa, die scharfe Gewürz- und Gemüsepaste, die man inzwischen bei uns in fast jedem Supermarkt kaufen kann, wird die Suppe schön würzig und scharf, gerade richtig zum Aufwärmen an kalten Herbsttagen

Sonntag, 2. September 2007

Spinatpastete - Spanakopita



Es hat mich schon lange gereizt, einmal ein Rezept mit Phyllo-Teig auszuprobieren. Als ich nun am Samstag in einem Geschäft, in dem ich sonst nur selten einkaufe, auf fertige Teigblätter gestoßen bin (ohne danach zu suchen), habe ich sie natürlich mitgenommen. Zu Hause habe ich erst einmal einige Kochbücher durchgesehen, um zu entscheiden, was ich letztendlich damit anfangen wollte. Ich habe mich dann für eine griechische Spinatpastete, eine Spanakopita entschieden. Zum Glück sind nun auch Samstag nachmittags die Läden noch lange geöffnet, so daß ich die fehlenden Zutaten noch besorgen konnte. Allerdings habe ich keinen frischen Spinat mehr bekommen, sondern mußte mich mit tiefgekühltem begnügen.
Die Pastete selbst ist unkompliziert zuzubereiten. In nicht einmal 20 Minuten hatte ich sie schon im Backofen: Feingehackte Zwiebel und Knoblauch in etwas Olivenöl anschwitzen, Spinat dazu (frischen Spinat nur gerade zusammenfallen lassen, den gefrorenen natürlich vorher auftauen), mit Pfeffer, Salz, Muskat, frischen Dill und Petersilie würzen. Etwas abkühlen lassen, dann Fetakäse (ich nehme immer den echten aus Schafsmilch) darüberbröckeln, drei verschlagene Eier unterrühren. Eine Auflaufform einfetten, mit der Hälfte der Phyllo-Teigblätter auslegen, wobei jedes Teigblatt gut mit flüssiger Butter eingestrichen wird. Die Füllung in die Form geben und mit den restlichen Teigblättern, die ebenfalls mit Butter eingestrichen werden, belegen. Die oberste Teiglage wird ein paar Mal eingeschnitten, damit der Dampf entweichen kann. Dann die Pastete bei ca. 180 Grad C im Backofen für etwa 40 Minuten backen. Etwas auskühlen lassen und servieren. Sie hat mit einem Glas Weißwein sehr gut geschmeckt!

Zum Nachtisch hat es Strawberry-Sour Cream Icecream gegeben. Beim Nachhausekommen nach dem Einkaufen habe ich allerdings bemerkt, daß ich aus Versehen Crème Fraîche statt Saurer Sahne mitgenommen hatte, was der Eiscreme aber nicht geschadet hat...





Tarte Tatin mit Zwetschgen


Nun habe ich mich doch noch mal an eine Tarte Tatin gewagt, d. h. eigentlich ist es wieder eine Tarte Renversée. Eine Tarte Tatin wird mit Äpfeln gemacht, allerdings hat sich diese Bezeichnung auch für Tartes mit anderen Obstsorten eingebürgert. Ich habe Zwetschgen verwendet, eine naheliegende Wahl. Mit Zwetschgen verbinde ich als erstes nicht einmal Zwetschgenkuchen, sondern Zwetschgenknödel. Meine Großeltern mütterlicherseits stammten aus dem Sudetenland. Sie hatten nicht nur ihre stark österreichisch gefärbte Mundart beibehalten, sondern auch die böhmische Küche. Meine Großeltern hatten zwei Zwetschgenbäume im Garten. Die oft riesigen Mengen an reifen Früchten verarbeitete meine Oma zu Powidl (Zwetschgenkonfitüre), sie hat sie eingeweckt, später dann auch eingefroren und eben für Zwetschgenknödel verwendet. Die gab es dann jede Woche, in unglaublichen Mengen türmten sie sich in den Schüsseln auf. Sie wurden mit flüssiger Butter übergossen und mit ein wenig Zucker bestreut gegessen. Die Knödel selbst werden aus einem Kartoffelteig, dem gleichen wie für Schupfnudel, bereitet, und der wird nicht gesüsst. Man kann aber nach dem Entsteinen ein Stück Würfelzucker in die Zwetschge legen, wenn sie noch nicht ganz reif und süß sind. Eigentlich mag ich Zwetschgenknödel nicht mal besonders. Meine Mutter macht sie einmal im Jahr zur Zwetschgenzeit - nur für sich selbst. Sie friert sich dann immer mehrere Portionen ein, damit der Aufwand sich lohnt.
Eigentlich sollte das ein Beitrag über Blätterteig, karamellisierte Walnüsse, Zwetschgen und Zimt werden, aber ich habe mich vom Gedankenfluß in eine ganz andere, ein wenig wehmütige Richtung treiben lassen...

Montag, 27. August 2007

Oger-Eiscreme

Neffe Nr. 1: "Was rührst du denn da so andächtig? Erbsensuppe?" "Neiiiin, das wird eine Grüntee-Eiscreme, mit weißer Schokolade!" Neffe Nr. 2: "He, das wird eine Oger-Eiscreme. Sie sieht genau aus wie Shrek."
Ja, die Farbe ist genau das gleiche Grün wie die Hautfarbe Shreks. Dazu kommt noch dieser intensive krautige/pflanzliche Geschmack, der mich an tiefgrüne, dichtbelaubte Wälder erinnert - sehr oger-mäßig. Zuerst ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber doch so lecker, daß ich die Eiscreme schon dreimal gemacht habe. Einmal mit Kokosmilch statt Sahne und Milch. Geschmeckt hat man die Kokosmilch nicht; das Eis war nicht ganz so cremig-sahnig und ist im Tiefkühlfach ziemlich hart geworden. Die Eiscreme steht und fällt mit der Qualität der weißen Schokolade, die dafür verwendet wird. Die beste weiße Schokolade, die für mich erschwinglich und leicht zu besorgen ist, ist für mich die fair gehandelte Fairena, die es fast überall zu kaufen gibt. Sie ist allerdings mit Mascobado-Zucker gesüßt und deshalb eher dunkelbeige in der Farbe und nicht elfenbeinweiß, was dann die Oger-Farbe der fertigen Eiscreme erklärt. Nicht empfehlen kann ich die weiße Schokolade in der lila Verpackung und weiße Kuvertüre aus dem Supermarkt. Pappsüß! Ich habe schon einmal eine Espresso/weiße Schoko-Mousse, die als Füllung für Windbeutel vorgesehen war, weggeworfen, weil ich den Geschmack einfach nur schrecklich fand.
Ein Bild von der Eiscreme gibt es nicht. Meine kleine, handliche Digitalkamera ist für diese Art Fotos leider nicht geeignet...

Montag, 20. August 2007

Zwetschgensorbet


Ich habe bis jetzt gedacht, daß ich Sorbet nicht mag. Nicht cremig genug, zu "eisig", irgendwie nicht das richtige. Deshalb bin ich von diesem Zwetschgensorbet angenehm überrascht worden. Die Idee dazu lieferte Dana Carpender in ihrem Buch "The Every Calorie Counts Cookbook" mit einem Plum Sorbet, das sie als "unbelievably good" beschreibt. "If you like plums, it would be worth your while to go buy an ice cream freezer just so you can make this sorbet." Dem kann ich voll und ganz zustimmen. Die Zubereitung könnte nicht einfacher sein: Zwetschgen entsteinen, mit etwas Wasser, Zucker und einer Zimtstange (meine Abwandlung) weich kochen, ein Päckchen gemahlene Gelatine (etwa 5 Minuten in etwas Wasser quellen lassen) dazu, pürieren. Ich habe noch einen Esslöffel Kirchwasser dazugegeben. Ideal wäre natürlich Zwetschgenwasser oder Slivowitz. Das Fruchtpüree gut durchkühlen, dann in der Eismaschine gefrieren lassen. Das Zwetschgensorbet ist überaschend cremig, mit einem intensiven, vollen Zwetschgengeschmack und ist auch nach einem Tag im Tiefkühlfach nicht steinhart gefroren. Ich denke, daß liegt zum einen an der Gelatine, zum anderen am Alkohol

Sonntag, 12. August 2007

Spieglein, Spieglein an der Wand...



Nun, der schönste im ganzen Land ist mein Strawberry Mirror Cake nicht geworden. Aber ich bin ziemlich zufrieden damit. Er schmeckt einfach umwerfend gut. Es hat mir doch keine Ruhe gelassen - ich mußte es einfach noch einmal versuchen. Diesmal mit tiefgekühlten Erdbeeren, was weder die Farbe noch den Geschmack noch den wunderbaren Erdbeerduft in irgendeiner Weise beeinträchtigt hat. Ich habe nur ein halbes Rezept verwendet, weshalb meine Torte nur eine Schicht hat. Sie ist jedoch so lecker, daß man ihr die kleinen Schönheitsfehler leicht verzeihen kann.